Der Nissan Juke und der Renault Captur haben jeweils den Markt der urbanen SUVs revolutioniert. Die neuen Generationen, die gleichzeitig auf den Markt kamen, zielen darauf ab, ihre Karriere zu erweitern, teilen sich jedoch nun die gleiche technische Plattform. Ein Mangel oder ein genialer Schachzug? Die Antwort liefert uns der Chefredakteur des Blogs Voiture Valk.
Der Jahrzehntwechsel ist oft eine Gelegenheit, einen Blick auf die Rückschau zu werfen, und es scheint, dass unsere beiden heutigen Zigos in großen Buchstaben erscheinen: Der Nissan Juke war 2010 der erste urbane SUV auf dem Markt, mit 1,5 Millionen verkauften Einheiten weltweit, davon nur 10 % in Frankreich. Der Renault Captur hat trotz eines späteren Starts (2013 vs. 2010) denselben Meilenstein erreicht und den begehrten Titel des meistverkauften urbanen SUVs in Europa gewonnen.
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Ein glücklicher Zufall? Diese Fahrzeuge im Segment bringen alle paar Wochen ihre zweite Generation auf den Markt… aber sie basieren nun auf der gleichen technischen Plattform (dem CMF-B, das im Juni 2019 von der Clio V eingeführt wurde). Sie müssen daher kreativ sein, um ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten und Zielgruppen zu bewahren.
Wachsende Dimensionen
Mit 4,21 m und 4,23 m Länge sind der Nissan Juke und der Renault Captur jeweils 7 und 11 cm länger und haben den gleichen Radstand. Dies wird ihr Raumgefühl verbessern (darauf kommen wir später zurück), aber sie werden keine Zwillings-SUVs sein. Ihre Benzinmotoren unterscheiden sich hauptsächlich: 1.0 117 PS Dreizylinder für den Juke (der einzige verfügbare), 1.3 130 PS Vierzylinder für den Captur.
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In beiden Fällen ist ein automatisiertes Doppelkupplungsgetriebe optional erhältlich, aber der Captur hat weiterhin einen deutlichen Vorteil in Bezug auf die Vielseitigkeit der Motorenpalette: Zwei Benzinmotoren und zwei zusätzliche Dieselmotoren sind bereits verfügbar. Und trotz der Verwendung einer gemeinsamen Plattform unterscheidet sich auch die technologische Ausstattung.
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Ausstattung und Preis Captur vs Juke
Zum Beispiel ist der adaptive Tempomat serienmäßig im Juke Tekna, aber nicht im Captur, der ihn für das EDC-Robotergetriebe reserviert. Im Gegenzug behält Renault den exklusive verschiebbaren Sitz, die digitalen Anzeigen und optional das induktive Smartphone-Ladegerät, den großen 9,7″ Touchscreen (7″ serienmäßig) und das halbautomatische Parksystem. Aber die Analyse der Serienausstattung gibt den Japanern den Vorteil…
Im Vergleich zum Captur Intens vergisst der Juke Tekna das integrierte GPS (500 €), bietet jedoch zusätzlich einen adaptiven Tempomat, 360-Grad-Parkkameras, einen toten Winkel-Warner und das Bose-Audiosystem. Trotz des höheren Preises wird der Nissan bis zum 1. März 2020 mit der gleichen Ausstattung 200 € günstiger sein als der Renault und sogar 700 € günstiger mit der gleichen Ausstattung: Der Captur TCe 130 muss bis zum 29. Februar 650 € an Malus zahlen und danach 125 €. Die Unterschiede sollten in den folgenden Kapiteln deutlich werden…